Personal: Digital gestalten statt analog verwalten

Was verstehen Sie unter Digitalisierung im HR (Human Ressource) Bereich? Ein Büro voller Roboter, die den Mitarbeitern die ganze Arbeit abnehmen oder vielleicht sogar gar kein Personalbüro mehr, weil nichts mehr persönlich abläuft?

Wir haben uns damit beschäftigt, was Digitalisierung im HR-Bereich bedeutet und welche innovativen Anwendungen es für den Bereich Personal bereits gibt. Allgemein stellt sich dabei die Frage, welche dieser Neuerungen werden den Handel in den kommenden Jahren am stärksten beeinflussen und können nachhaltig zu einem Fortschritt beitragen?

Um dieses Thema genauer untersuchen zu können, wurden unterschiedliche Innovationen, die neue digitalen Technologien wie VR oder KI verwenden, recherchiert und eine Experten-Befragung durchgeführt. Drei Experten wurden interviewt: darunter ein Professor der Dualen Hochschule Baden-Württemberg – Heilbronn, ein Mitarbeiter der Personalabteilung eines mittelständischen Unternehmens aus der Region und eine Bereichsleiterin eines großen internationalen Handelsunternehmens.

14 mögliche Anwendungen wurden den Experten vorgestellt und sollten von diesen anschließend nach absteigender Priorität bewertet werden. Zusätzlich sollten die Experten eine Einschätzung zur Bedeutung der Innovation in 10 Jahren abgeben und diese begründen. Nach der Auswertung der einzelnen Experten-Rankings haben sich folgende Top-Innovationen im Bereich Personal herausgestellt:

  1. Cloud
  2. HR Analytics / People Analytics
  3. Active Sourcing
  4. Chatbot
  5. Mitarbeiter App
  6. Administrative Aufgaben
  7. VR & AR im Personalbereich

In den folgenden Blogbeiträgen dürfen Sie sich auf interessante Informationen zu den Top-Innovationen und deren Anwendung, Mehrwert für Nutzer & Unternehmen und weitere spannende Details freuen. Sie bekommen einen Überblick, welche Technologien bereits heute Anwendung finden und welche Herausforderungen bei der Umsetzung in Unternehmen auftreten können.

Cloud: Der Grundstein aller Innovationen: „Die große Wolke“

Die Cloud ist in vielen Bereichen nicht mehr weg zu denken. Sie dient als externer Speicherort für eine Vielzahl von Daten und kann auch die Personalabteilung im gesamten Personalprozess unterstützen. So werden Tools für unterschiedlichste Bereiche der Personalarbeit angeboten: Talent-Akquise, People Management (HR), Anwesenheits- und Urlaubsmanagement, Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie Vergütungen und Leistungen.

Die Cloud ist in vielen Bereichen nicht mehr weg zu denken. Sie dient als externer Speicherort für eine Vielzahl von Daten und kann auch die Personalabteilung im gesamten Personalprozess unterstützen. So werden Tools für unterschiedlichste Bereiche der Personalarbeit angeboten: Talent-Akquise, People Management (HR), Anwesenheits- und Urlaubsmanagement, Lohn- und Gehaltsabrechnung, sowie Vergütungen und Leistungen. Durch Erfassung aller Daten in der Cloud, kann ein Zugriff von überall ermöglicht werden. Sie erhalten einen besseren und ortsunabhängigen Überblick über die Personalressourcen, mehr Effizienz und haben dadurch einen größeren Pool an Möglichkeiten zur Automatisierung von Prozessen.

Aufgrund Ihrer Funktionen ist die Cloud für die Experten „die TOP 1 Innovation“. Sie dient als Basis für alles. Viele weitere Innovationen greifen auf die Cloud zurück, um einen Mehrwert zu bieten. Beispielsweise der Chatbot. Die Cloud ermöglicht es diesem räumlich und zeitlich unabhängig immer auf alle Mitarbeiter Daten zuzgreifen und sie gegebenenfalls eigenständig eintragen zu können. Dies stellt eine enorme Verschlankung der administrativen Abläufe dar, alles wird zentral gesammelt.  

Laut Einschätzung der Experten soll die Cloud in 10 Jahren nicht mehr weg zu denken sein und als Standard in jeglichem Unternehmen angesehen werden. Grund dafür sind die vielen Vorteile, die sie bietet. Zum einen können Kosten gespart werden und mehr Wettbewerbsfähigkeit und evtl. auch Wettbewerbsvorteile generiert werden. Zum anderen verhindert die zentrale Datensammlung das ewige und endlose Suchen von Verträgen, oder den Verlust einer Krankmeldung, was oft Zeit- und Kostennachteile mit sich bringt.

Ein Beispiel einer Cloud basierten Personallösung ist Sage People. Sie betreut die Mitarbeiter vom Eintritt – bis zum Austritt. Dieses System wird bereits in über 140 Ländern eingesetzt und hat über 180.000 Anwender. Es bietet eine enorme Arbeitserleichterung. Mitarbeiter können ortsunabhängig auf ihre Lohn- und Gehaltsabrechnungen zugreifen oder Krankmeldungen einreichen. Egal zu welcher Uhrzeit.

Die Cloud stellt das Zentrum und die Basis für viele neue Personalverwaltungsinnovationen dar, weshalb es bei vielen Unternehmen wie beispielsweise BMW und Lidl bereits im Einsatz ist.

Quellen:

HR Analytics/People Analytics: Die Wahrsagerkugel?!

Woran könnte es liegen, dass uns in den letzten Monaten so viele Mitarbeiter verlassen haben? Was können wir ändern, um die Fluktuationsrate möglichst gering zu halten? Wie groß wird die Anzahl der Krankmeldungen in einem Monat sein? Wie viele Mitarbeiter sollten wir innerhalb der nächsten sechs Monate neu einstellen?

Eine Antwort auf diese Fragen wünscht sich so gut wie jedes Unternehmen. Allerdings ist es selbst für die besten Analysten schwierig diese zu finden und nimmt viel Zeit in Anspruch, bzw. ist in manchen Fällen nicht einmal realisierbar. Eine Möglichkeit schneller Antworten zu bekommen oder sogar vor potenziellen Gefahren gewarnt zu werden bietet HR bzw. People Analytics. People Analytics basiert auf der Technologie von Big Data, wobei es in vielen Bereichen auch Schnittstellen zur KI (Künstliche Intelligenz) gibt, wie beispielsweise das Deep Learning. Es kann Analysen anhand von internen und externen Daten durchführen, um Personalentscheidungen zu stützen. Dabei erkennt es Muster innerhalb der Daten und kann Trends aufzeigen oder vergangene Ereignisse erklären.

Zur Analyse der Daten können unterschiedliche Methoden verwendet werden. Zum einen gibt es das deskriptive Verfahren, bei dem Ergebnisse ausgegeben werden, die ein momentanes oder vergangenes Ereignis beschreiben. Explanative Verfahren hingegen liefern mögliche Gründe für Ereignisse, die passiert sind. Prädiktive Verfahren geben Antworten darauf, was passieren wird und präskriptive Verfahren gehen sogar noch weiter und können Handlungen und Maßnahmen empfehlen, um den zukünftigen Entwicklungen entgegenzuwirken bzw. diese zu unterstützen. Wichtig bei der Arbeit mit People Analytics ist, zu beachten, dass nicht jedes Muster einen kausalen Zusammenhang darstellt.  

Trotz der vielen Möglichkeiten, die People Analytics bereits bietet, nutzen nur wenige Firmen diese Technologie. Dennoch sehen unsere Experten die Innovation als die Top 3 Innovation im HR Bereich. Anhand Ihrer Auswertungen können Entscheidungen schneller abgeleitet werden und sie kann gerade im Bereich des Fluktuationstrends hilfreiche Anhaltspunkte geben. People Analytics kann die Effizienz steigern und Sie vor unangenehmen Überraschungen bewahren. Die Experten sind der Meinung, dass die Einführung eines solchen Systems allerdings abhängig von der Größe des Unternehmens ist. Bei kleineren Unternehmen fällt es leichter auch ohne Big Data und KI Entwicklungen zu erkennen. Das Kosten-Leistungsverhältnis ist in diesem Fall zu gering. Größere Firmen können mit der Technologie hingegen sogar Geld sparen indem sie bei negativ Entwicklungen früh informiert werden und eingreifen können.

Natürlich ist diese Innovation kein Allheilmittel. Die Ergebnisse sind zudem nicht immer zu 100 % korrekt, sondern geben eher eine Wahrscheinlichkeit aus. Bei der Implementierung sollte auch vor allem auf den richtigen Umgang mit Daten geachtet werden. Trotzdem ist Big Data mittlerweile ein gutes Verfahren, um langwierige Analysen zu überspringen, Zeit und Humanressourcen zu sparen und vorbereitet zu sein für die Zukunft.

Quellen:

Active Sourcing: Suchen sie noch oder kämpfen sie schon?

Der Arbeitsmarkt hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre enorm gewandelt. Die Rollen der Arbeitgeber als Anbieter und der Arbeitnehmer als Nachfrager wurden weitestgehend getauscht. Sie als Arbeitgeber kämpfen nun auf dem Arbeitsmarkt immer intensiver um neue Talente. Gute Mitarbeiter sind heutzutage heißbegehrt, aber eher schwer zu finden. Sie befinden sich mitten im „War for Talents“.

Um an diesem erfolgreich teilnehmen zu können, ist es wichtig aktiv potenzielle Mitarbeiter zu kontaktieren und diese auf sich aufmerksam zu machen. Dieser Prozess beansprucht, insoweit er noch manuell ausgeführt wird, viele Humanressourcen und Zeit. KI und Big Data unterstütze Lösungen können Ihnen in diesem Bereich viel Arbeit abnehmen. Anhand von Kriterien, die der KI zuvor mitgegeben werden müssen, kann diese Bewerbungen und Internetprofile analysieren und Ihnen aus einer Vielzahl von Kandidaten die passenden Talente heraussuchen. Der Unterschied zur normalen Automation ist dabei, dass die KI auch Synonyme oder Umschreibungen erkennen, sowie Aussagen interpretieren kann.

Es gibt bereits viele Tools, die KI und Big Data in dieser Hinsicht nutzen und Ihnen als Unternehmen ein einfacheres Active Sourcing und Managen von Talenten ermöglichen. Talentry ist ein solches CRM (Candidate Relationship Management) Programm. Es bietet unterschiedlichste Möglichkeiten, wie die zielgruppenspezifische Ausspielung von Werbung oder das Managen eines großen Kandidatenpools, der von der Software zusammengetragen wird. Otto, Vodafone, Henkel und einige mehr sind bereits auf den Zug aufgesprungen und nutzen dieses Tool für besseres Recruiting.  Xing bietet mit dem 360° e-Recruiting ein ähnliches Tool an, bei welchem speziell innerhalb der Profile aller Xing Nutzer potenzielle Bewerber rausgesucht werden können.

Active Sourcing in Verbindung mit KI und Big Data sehen die Experten als eine der wohl wichtigsten Innovationen der nächsten Jahre. Innerhalb der nächsten zehn Jahre schätzen Sie diese Lösung sogar als Standard ein und sind der Meinung, dass nahezu jedes Unternehmen ein solches Tool nutzen wird. Vorteile erkennen die Experten vor allem darin, dass der Kandidaten Pool erheblich erweitert werden kann. So kann nicht nur zu 20 sondern gleich 100 potenziellen Mitarbeitern Kontakt aufgenommen werden. Wobei den Erstkontakt ebenfalls die KI in Verbindung mit einem Chatbot übernehmen könnte. (Hier sehen die Experten allerdings immer noch die HR-Manager als Verantwortliche.)  Die Chancen innerhalb des größeren Pools letztendlich einen guten Mitarbeiter zu finden, der auch gerne bei Ihrem Unternehmen arbeiten möchte, sind dabei natürlich wesentlich höher.

Unternehmen, die ein solches Tool bereits implementiert haben, können nicht nur besser und erfolgreicher am „War of Talents“ teilnehmen, sie können natürlich auch Kosten hinsichtlich der Human Ressourcen senken und die Effizienz der Mitarbeiter steigern. Diese brauchen sich nicht mehr mit der Suche der Talente beschäftigen, sondern können sich auf die Auswahl und die Gewinnung der Talente konzentrieren. Zudem kann durch gezielte Werbung für mehr Reichweite und Bekanntheit als Arbeitgeber gesorgt werden.

Quellen:

Chatbot: 24 Stunden Rückmeldung garantiert

Der Chatbot ist ein technisches Dialogsystem, das per Texteingabe oder Sprache kommuniziert. Er beruht auf künstlicher Intelligenz und ist eine Weiterentwicklung der RPA (Robotic Process Automation). Im Vergleich zur RPA besitzt er auch kognitive Fähigkeiten und kann somit menschliche Handlungen nachahmen.

Chatbots sind eine gute Möglichkeit, Aufgaben im HR vereinfacht abzuwickeln.  Sie spielen eine wichtige Rolle hinsichtlich der schnellen Rückmeldung bei Anfragen – sowohl von bestehenden Mitarbeitern, als auch von potenziellen Mitarbeitern auf der Unternehmenswebsite.  So können Mitarbeiter bspw. Adressänderungen mitteilen, ohne auf eine Antwort der Personalabteilung warten zu müssen. Es ist sogar vorstellbar, mithilfe eines kurzen Anrufes, dem Chatbot seine Adresse mitzuteilen, die dieser dann erfasst und im System hinterlegt. Eine weitere Möglichkeit ist es, den Chatbot auf der Unternehmensseite einzusetzen. So können Bewerber 24h Fragen stellen oder Termine vereinbaren ohne jegliche Wartezeit. Laut Expertenmeinungen wird dieses System auch schon mehrfach genutzt.

Vorteile liegen vor allem in der Zeitersparnis. Sowohl Nutzer als auch das HR Management profitieren von schnellen Antworten, Informationen und weniger Aufwand. Mitarbeiter müssen sich keine Warteschleifen anhören, genießen schnelle Rückmeldungen und können ihre Anfragen 24/7 stellen. So kann ebenfalls ein besseres Image gepflegt werden, da keine Anfragen lange auf Rückmeldung warten müssen oder vergessen werden könnten. Die HR Mitarbeiter haben mehr Zeit sich um persönliche Dinge zu kümmern, da der Pflegeaufwand der Verwaltungsdaten gegen Null strebt. Vor allem dieser Vorteil, aber auch der Folgende hat die Experten dazu bewegt den Chatbot auf die TOP 4 zu wählen. Durch den Chatbot können zu jeder Zeit alle Daten aktualisiert werden. Beispielsweise können Krankmeldungen direkt im Dienstplan berücksichtigt werden, auch wenn das Büro nicht besetzt ist. So kann effizienter und mit einer genaueren Planung in den Tag gestartet werden. Es muss nicht länger darauf gewartet werden, dass der HR Mitarbeiter seine E-Mails bearbeitet.

In zehn Jahren sehen unsere Experten diese Innovation ebenfalls als Standard in jedem Unternehmen an, da er bereits von einigen Firmen wie bei Lidl im „Employee-Sales-Service“ genutzt wird. Ein möglicher Anbieter für den Chatbot ist der Haufe HR-Assistent.  

Der Chatbot ist jedoch nicht nur im Bereich Service Center oder zum ersten Kontakt mit Externen einzusetzen, es ergeben sich viele mögliche weitere Themenfelder, wie bspw. das Recruiting, die Personalentwicklung, der Einsatz beim Onboarding oder vieles mehr.

Quellen:

Mitarbeiter App: Unternehmenskommunikation neu gedacht, nämlich mit App

Terminkalender, Zeiterfassung, Reisekosten, Dateiablagen, Kommunikations- und Informationsplattformen. Das sind alles Funktionen, die uns täglich bei der Arbeit begleiten, doch dafür müssen die Mitarbeiter sich im Büro befinden und den Geschäfts-PC nutzen. Sich schnell mal über die neuen Updates im Unternehmen informieren oder die Arbeitsstunden überprüfen ist nicht so einfach. Vor allem, wenn der Mitarbeiter gerade unterwegs ist.

Was aber jeder parat hat, ist das Smartphone. Wäre es dann nicht hilfreich, alle Funktionen aus dem geschäftlichen Leben einfach abrufbar auf dem Smartphone zu haben? Genau das ist möglich mit einer Mitarbeiter-App. Darüber haben Mitarbeiter die Möglichkeit, auf das Intranet zuzugreifen, Meetings zu planen, zu chatten, Dateien und Informationen abzurufen und administrative Aufgaben rund um die Arbeit schnell und unkompliziert über das Smartphone zu erledigen. Vor allem in Zeiten der Corona-Krise, in dem Home Office ein Dauerzustand ist, vereinfacht das die Kommunikation und Informationsweitergabe. Dabei helfen die verschiedenen Kommunikations-Tools wie der Chatbot mit KI oder die Implementierung bereits bekannter Tools wie Zoom oder Microsoft Teams. Die Personalabteilung wird entlastet und die Mitarbeiter erhalten eine schnellere Auskunft rund um das Thema Personalmanagement.

Außerdem bietet es ein All-in-one-Paket mit allen Personal-Systemen zur Zeiterfassung, Urlaubsplanung, Kosten- und Gehaltsabrechnungen und Abwesenheitseintragung. Dieser Aspekt kommt nicht nur dem Mitarbeiter zugute, sondern bietet dem Unternehmen auch eine Standardisierung der HR-Prozesse. Durch die Automatisierung dieser Routineaufgaben spart das Unternehmen an Kosten und Zeit. Der größte Mehrwert für beide Parteien liegt in der orts- und zeitunabhängigen Kommunikation. Die Mitarbeiter-App hilft als Plattform bei der Informations-verbreitung und Kontaktaufnahme mit Mitarbeitern. Damit ist auch ein verbessertes Mitarbeiter Branding sowie eine Unterstützung im Change-Management verbunden.

Diese Vorteile erkennen auch die befragten Experten aus dem Personalbereich verschiedener Unternehmen und Institutionen. Im Ranking befindet sich deshalb die Innovation auf Platz 5 der Top 9 HR-Innovationen.

Diese Art der Digitalisierung der administrativen HR-Prozesse wird in 10 Jahren den Experten zufolge zum Standard. Bedenklich ist dabei allerdings die Nutzungsbereitschaft der Mitarbeiter. Vor allem ältere Generationen werden weniger Akzeptanz für das neue System zeigen und Schulungen werden nötig sein.

Bereits heute gibt es einige Anbieter von Mitarbeiter-Apps wie Valido oder Appdialog, doch der Anteil der Unternehmen, die über eine Mitarbeiter-App verfügen ist noch sehr gering. Dabei gibt es wenig zu verlieren und viel zu gewinnen für Mitarbeiter und Unternehmen.

Quellen:

Administrative Aufgaben: KI lässt mehr Zeit für Konzentration auf Individuen

Einfache administrative Tätigkeiten wie Zeiten und Urlaube der Mitarbeiter zu erfassen kosten viel Zeit. Zeit, die für andere Aufgaben oft fehlt. Dabei werden für diese Tätigkeiten wenig Knowhow und Verständnis erfordert.

Um den Aufwand künftig zu schmälern und mehr Zeit zu generieren, wäre eine Lösung mit KI (Künstlicher Intelligenz) und RPA (Robotic Process Automation) denkbar. Es sind Technologien, die bereits vordefinierte und stark standardisierte Prozessabläufe für die Mitarbeiter erledigen können. Die oft langweiligen, nicht fordernden Routinetätigkeiten würden somit für den HR Mitarbeiter komplett entfallen. Er müsste ausschließlich reagieren, wenn der Roboter auf eine Ausnahme trifft, die ihm unbekannt ist und er menschliche Hilfe benötigt.

Beispiele von einfachen Routinetätigkeiten wären das Befüllen und Versenden von Formularen, die Überprüfung und Erfassung von Daten in Zeit- und Urlaubskonten, das Erstellen von Personaleinsatzplänen, oder der Prüfprozess von Bewerbungsunterlagen. All diese Tätigkeiten können zuvor anhand festgelegter Kriterien für den Roboter definiert werden und im Nachgang von ihm selbstständig erledigt werden.

Neben diesen Aufgaben können auch im Umfeld der Compliance einfachere Lösungen geschaffen werden. Das Thema Vergütung ist bereits in vielen Unternehmen an externe Dienstleister ausgelagert, weshalb sensible Gehaltsdaten verschickt werden müssen. Durch das Verschicken der Gehaltsdaten entsteht trotz Schutzmaßnahmen das Risiko, dass die Daten veruntreut werden könnten. Um ebenfalls Fehler durch mehrfache Übertragungen zu vermeiden, können KI und RPA in diesem Bereich gut genutzt werden. Sensible Daten müssen nicht mehr außer Haus verschickt werden.

Der große Vorteil, den diese Innovation bietet, ist eine Entlastung der Personal Mitarbeiter, die sich durch den Wegfall von viel Bürokratie mehr um beispielsweise die Entwicklung von Mitarbeitern kümmern können. Mehr Kümmern bedeutet in diesem Fall, dass Sie sich mehr Zeit für persönliche Dinge nehmen und so viele Probleme früher erkannt und gelöst werden können. Dadurch kann die Mitarbeiterzufriedenheit gesteigert werden. Nicht vergessen darf man hier auch den Kosten- und Aufwandsvorteil, den die Innovation bietet. Dies spiegeln auch die Expertenmeinungen wider. Durch die Vorteile wird diese Innovation in 10 Jahren vermutlich in einigen Unternehmen zum Standard gehören. Jedoch äußerten die Experten auch Kritik zu der Kostenfrage – je nach Entwicklung wird es vorerst lediglich eine Lösung für größere Unternehmen sein.

Quellen:

VR & AR im Personalbereich: Das Kennenlernen der realen Welt in der digitalen Welt

Wer kennt es nicht – der erste Arbeitstag in einem neuen Unternehmen. Sie sind gespannt, aufgeregt und rätseln, was Sie bei dem neuen Arbeitsplatz erwartet. Zu der vorhandenen Aufregung kommen nun auch noch neue Gesichter, welche Sie sich am besten schon mit dazugehörigem Namen merken müssen. Eine neue unvertraute Umgebung und an jeder Ecke neuer Input, der nur darauf wartet auf Sie einzuprasseln.

Wie wäre es, wenn Sie diese und andere Situation im Arbeitsleben zukünftig für bestehende und neuen Mitarbeitern mit Hilfe von Mixed Reality einfacher machen könnten?  Von Mixed Reality spricht man, wenn Virtual Reality und Augmented Reality eingesetzt werden. Ein potenzieller Einsatzbereich wäre das Onboarding.

 Augmented Reality verwendet dabei Brillen, die sich kaum von handelsüblichen Brillen unterscheiden. Diese können die Realität um virtuelle Animationen erweitern und digitale Elemente in das Hier und Jetzt einblenden. Was heißt das nun konkret? Neue Mitarbeiter laufen bspw. mit einer AR-Brille durch das Unternehmen und bei jedem Mitarbeiter wird sein oder ihr Name, sowie die Position oder Funktion im Unternehmen virtuell eingeblendet. Zusätzlich können wichtige Bereiche kurz und knackig per interaktiver Projektion vorgestellt und erklärt werden. Das Beste, wenn es zu schnell geht, müssen unerfahrene oder neue Mitarbeiter keine unangenehmen Fragen stellen, sondern gehen einfach in den entsprechenden Bereich zurück und lassen sich die Informationen erneut einblenden. Somit ist es möglich den Informationsfluss der Lerngeschwindigkeit gut anzupassen.

Müssen Bereiche oder Prozesse erklärt werden, die mit AR nicht unterstützt werden können, kann bequem auf Virtual Reality zurückgegriffen werden. Hier tauchen die Mitarbeiter mit Hilfe einer etwas größeren VR-Brille in komplett virtuell dargestellte Welten ein. Zum Beispiel können Produktionsprozesse veranschaulicht erklärt und erkundet werden. Es ist dennoch zu beachten, dass neben den Anschaffungskosten die digitale, interaktive Welt erst „erschaffen“ werden muss. Diese kann beliebig oft angeschaut werden. Dabei ist es möglich das Tempo durch zurückspulen/-gehen oder veränderte Geschwindigkeit anzupassen.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit von Virtual Reality: Unternehmen können sich VR auch auf Berufs- oder Bildungsmessen zu Nutze machen. Es ist möglich Ihr Unternehmen von außen und innen abzubilden, sowie Produkte darzustellen. Unentschlossene können also eine VR-Brille aufsetzen und eine virtuelle Reise durch das Unternehmen beginnen. Ebenso können Prozesse abgebildet und interaktiv ausprobiert werden – so kann der Träger einer Brille beispielsweise einen Motor zusammensetzen oder andere Produktionsschritte durchführen. Ein Vorteil dabei ist, es müssen keine Livemodelle ausgestellt oder gar auf Messen mitgenommen werden. Der VR-Brillenträger kann sich ausprobieren, ohne etwas kaputt zu machen und herausfinden, ob er zum Unternehmen und zum Beruf passt.

Dieses Prinzip ist auch auf bereits angestellte Mitarbeiter für Schulungen und Workshops übertragbar. Der Mitarbeiter begibt sich in eine virtuelle Welt, in der spezifische Trainingsszenarien aufgebaut werden können, die der Realität entsprechen. Zeit-, orts- und personenunabhängig lernen Mitarbeiter neue Prozesse, Regelungen und Verhaltensweisen aus realen Situationen wesentlich besser durch interaktive Bedienung. Das Unternehmen benötigt nur die VR-Ausrüstung sowie eine Anpassung des Schulungsmaterials und spart damit Personalkosten und erzielt ein besseres Endergebnis.

AR/VR bietet aber nicht nur den Mitarbeitern einige Vorteile. Auch das Unternehmen spart nach einer einmaligen Investition der Brillen und Aufspielen des Programmes langfristig Zeit und Geld. Warum? Ganz einfach – es müssen keine Mitarbeiter aus ihrem Arbeitsalltag und laufenden Prozessen herausgezogen werden, um neuem Personal zu erklären, was die jeweiligen Abteilungen machen. Bei Schulungen kann sichergestellt werden, dass alle Mitarbeiter unabhängig von Dozenten die gleichen Botschaften übermittelt bekommen. Sie als Unternehmen können in vielen Situationen bequem auf die bereitliegenden Brillen zurückgreifen, die einen Großteil an Aufgaben übernehmen können. 

Zudem dient die Nutzung von AR und VR indirekt dem Personal Marketing. Wer möchte nicht bei einem Unternehmen arbeiten, welches mit der Zeit geht, für neue Innovationen offen ist und diese sogar einsetzt? Denn in den nächsten Jahren wird diese Technologie immer weiter ausgereift sein und immer relevanter für den Firmenalltag werden. 

Der Trend hin zu Mixed Reality geht jedoch nur langsam voran und gerade das Thema Personalentwicklung und Recruiting wollen viele Firmen noch persönlich begleiten. Deshalb sehen unsere Experten zwar in 10 Jahren eine gute Einbindung von Mixed Reality in personalspezifische Prozesse, heutzutage hat es jedoch noch keine große Relevanz. Insgesamt landen deshalb diese Innovationen bei den Experten auf Platz 7. Sie bieten einen klaren Mehrwert für das Unternehmen und seine Mitarbeiter. Im Laufe der Zeit kann sich die Technologie noch weiterentwickeln, weshalb sie nicht unterschätzt und missachtet werden darf.

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